Die Arbeit zur Fortschreibung des Räumlichen Leitbilds der Freien und Hansestadt Hamburg hat begonnen: Die Weiterentwicklung zielt auf ein strategisches Planwerk, das die räumliche Entwicklung der Stadt bis zum Jahr 2050 rahmt und steuert. In der ersten Werkstatt sind wir als eines von drei Planungsteams zusammengekommen: nicht, um fertige Antworten mitzubringen, sondern um die Stadt gemeinsam zu verstehen.
Drei Tage lang stand das Kennenlernen im Vordergrund: der Stadt mit ihren Einzigartigkeiten und Widersprüchen, der beteiligten Akteure und Akteurinnen und der Aufgabe selbst. Auf zwei Bustouren haben wir Hamburgs Vielfalt und seine aktuellen Entwicklungen mit eigenen Augen sehen und wahrnehmen können; fachliche Impulse zu Siedlungsentwicklung, Dichte, Wirtschaft und Hafen schärften den Blick, und der Austausch mit Behörde, Bezirken und den anderen Teams machte deutlich, wie viele Perspektiven in diesem Prozess zusammenlaufen.
Das Leitbild soll bestehende Planungen nicht ersetzen, sondern neu in Beziehung setzen und räumlich weiterdenken, um Hamburg am besten für die kommenden Jahre aufzustellen.
Bemerkenswert ist die Anlage des Verfahrens. Es ist ausdrücklich kein Wettbewerb, aus dem am Ende der beste Entwurf hervorgeht, sondern ein kooperatives Format, in dem drei Teams parallel unterschiedliche Haltungen entwickeln. Die entstehende Diversität der Ideen und Konzepte ist gewollt; sie hilft, räumliche Möglichkeiten, Zielkonflikte und Entwicklungspfade sichtbar zu machen. Ein Ansatz, der Dialog über Konkurrenz stellt und den wir als sehr produktiv erleben.
Wir arbeiten im Team mit Posad Maxwan und Felixx sowie mit Karin Renner als lokaler Expertin, deren Kenntnis der Stadt unsere Perspektive von Beginn an erdet.
Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt – wir freuen uns auf die kommenden Monate!