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Demokratisches Design: Gemeinsame Gestaltung von Visionen

Wie gestalten wir die Zukunft unserer Städte?

Veröffentlicht

25 September 2025

Kategorie

Diskurs

Tags

Anfang dieses Monats nahm Aurelija an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Democratic Design“ im Aedes Metropolitan Laboratory teil. Dabei wurde erörtert, wie Städte inklusivere und partizipativere Planungsprozesse fördern können.

In ihrem Vortrag gab Aurelija zu bedenken, dass partizipative und inklusive Planungsprozesse oft als einmalige Ereignisse wahrgenommen werden – etwa als Workshop, Konsultation oder Umfrage. Die eigentliche Herausforderung besteht jedoch nicht darin, Menschen zur Teilnahme einzuladen, sondern darin, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Entscheidend ist vielmehr die Entwicklung einer gemeinsamen Vision, mit der sich alle identifizieren können – ob Jugendliche, ältere Bewohner, Geschäftsinhaber, Familien oder Politiker – und auf deren Verwirklichung sie gemeinsam hinarbeiten können. Eine solche Vision dient als Instrument: Sie bringt unterschiedliche Perspektiven in Einklang und ermöglicht es der Stadt, gemeinsam voranzuschreiten.

In ihren Ausführungen hob Aurelija zudem hervor, dass sich – wie die Arbeit von TSPA auf drei Kontinenten zeigt – die Rolle der Stadtplaner im Wandel befindet.

Wir sind nicht mehr die alleinigen Verfasser von Plänen, die lediglich Zonierungsvorschriften oder Masterpläne erstellen. Vielmehr agieren wir zunehmend als Moderatoren eines gemeinsamen Visionsprozesses. Unsere Aufgabe verlagert sich hin zur Gestaltung von Prozessen, um eine gemeinsame Sprache zu finden und sicherzustellen, dass das Ergebnis nicht in der Schublade verschwindet, sondern tatsächlich als Orientierung für das weitere Handeln dient.

Aurelija veranschaulichte dies am Beispiel von UP2030 – einem ehrgeizigen Projekt, bei dem TSPA die gemeinsame Entwicklung von Visionen sowie den Prozess der „adaptiven Pfade“ (adaptive pathways) leitete. Ziel war es, in zehn Pilotquartieren die Klimaresilienz und CO2-Neutralität zu fördern sowie einen gerechten Wandel zu unterstützen. Anhand von Beispielen aus Belfast, Granollers und Thessaloniki erläuterte sie die Bedeutung gemeinsamer Visionen. Sie betonte, dass dieser Prozess mit der Schaffung einer gemeinsamen Sprache beginnt, damit einhergeht, die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, und darauf abzielt, ein dauerhaftes Engagement zu etablieren, das über eine einzelne Veranstaltung hinausreicht.

Erfahren Sie mehr über die Diskussion auf der Aedes website via link here.