UP2030 - Stadtplanung und -gestaltung für das Jahr 2030
Mitgestaltung von Klimaneutralität, Resilienz und gerechten Übergangsvisionen und adaptiven Wegen mit 10 europäischen Städten
Region
Europa und Nordamerika
Datum
2023-2026
Leistung
Studien, Forschung, Entwicklungszusammenarbeit
Projektdetails
Ort
- Belfast ()
- Rotterdam ()
- Münster ()
- Granollers (Spain)
- Lisbon (Portugal)
- Zagreb (Croatia)
- Budapest (Hungary)
- Budapest (Turkey)
- Milan ()
- Thessaloniki (Greece)
Typ
- Auftrag
- Forschung
Team
Kunde
Partner
- Fraunhofer Institute for Industrial Engineering
- Design Clips
- GGGI - Global Green Growth Institute
- ICATALIST
- Lisboa E-Nova
- UIC (Universitat Internacional de Catalunya)
- Aquatec
- Cetaqua
- Law and Internet Foundation
- National Laboratory for Civil Engineering (LNEC)
- ODTÜ-GÜNAM
- Resilient Cities Network
- Vesela Motika
- LINKS Foundation
- K3Y
- Draxis
- Circe
- UPV (Universitat Politècnica de València)
Worum geht es?
UP2030 ist ein von Horizon Europe gefördertes Projekt, das darauf abzielt, Städte bei ihrem Übergang zur Klimaneutralität zu unterstützen. Die von den Projektpartnern entwickelten Methoden und Ansätze werden in 10 ausgewählten Pilotstädten - Belfast, Budapest, Granollers, Istanbul, Lissabon, Mailand, Münster, Rotterdam, Thessaloniki und Zagreb - angewendet und getestet und später für eine Replikation in ganz Europa vorbereitet.
Als Reaktion auf den zunehmenden klimatischen Druck und die sozioökonomischen Veränderungen bringt das Projekt Kommunen, Forscher, Designer und lokale Gemeinschaften zusammen und bildet ein Konsortium aus 47 Partnern, um gemeinsam zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln, die inklusivere Resiliente und nachhaltige städtische Umgebungen.
Engagement, Recherche und digitale Innovation verbinden
Im Mittelpunkt von UP2030 steht die Verpflichtung, städtebauliche Planung und Gestaltung als Katalysatoren für tiefgreifende soziotechnische Übergänge zu nutzen. Das Projekt ermöglicht es den Städten, durch maßgeschneiderte, stadtspezifische Interventionen von Klimaschutzverpflichtungen zu konkreten Maßnahmen überzugehen. Diese basieren auf einem robusten methodischen Rahmen - dem innovativen5UP-Ansatz - der digitale Werkzeuge mit praktischen und partizipativen Methoden integriert. Dieser Ansatz hilft den Städten, mit Komplexität umzugehen, Strategien auf lokale Governance und Ressourcen abzustimmen und Klimaneutralität sowohl in strategischen Entscheidungen als auch in alltäglichen Praktiken zu verankern.
Inklusive Beteiligung ist in allen Phasen des Projekts von grundlegender Bedeutung. Durch die frühzeitige und häufige Einbindung von Gemeinschaften stellt UP2030 sicher, dass Interventionen realen Bedürfnissen entsprechen, mehrere Vorteile bieten und räumliche Gerechtigkeit maximieren. Die Bürgerinnen und Bürger werden nicht nur konsultiert - sie werden als Agenten des Wandels ermächtigt, ermutigt, nachhaltiges Verhalten anzunehmen und ihre eigene urbane Zukunft zu gestalten.
Prototyping im Nachbarschaftsmaßstab, Upscaling zum Citywide
Die Nachbarschaften sind das Schlüsselelement der Intervention. Sie bieten einen zugänglichen Boden für die Erprobung von Ideen, die Pilotierung von Klimainnovationen und den Nachweis greifbarer Vorteile - von verbesserter Lebensfähigkeit bis hin zur Umweltleistung. Die auf der Nachbarschaftsebene gewonnenen Erkenntnisse werden für skalierbare, stadtweite Transformationen genutzt.
Aber um eine sinnvolle Wirkung zu erzielen, braucht es mehr als gutes Design. UP2030 unterstützt Städte bei der Schaffung von Bedingungen für einen systemischen Wandel: Entwicklung förderlicher politischer Rahmenwerke, Aufbau institutioneller Kapazitäten, Umdenken von Governance-Strukturen, Entfesselung von Finanzierungsmechanismen und Einbettung von Nachhaltigkeit in die städtische DNA. Mit diesem umfassenden Multi-Stakeholder-Ansatz rüstet EU2030 die Städte für vier Kernwerte aus: Gerechtigkeit, Widerstandsfähigkeit, Klimaneutralität und langfristige Nachhaltigkeit.
TSPA’s Role in UP2030
TSPA hat die gemeinsame Gestaltung von Visionen und adaptiven Pfaden zur Erreichung von Klimaneutralität, Widerstandsfähigkeit und gerechten Übergangszielen für Pilotgebiete in ganz Europa geleitet. Unser Kernbeitrag war die Entwicklung einer flexiblen, replizierbaren Methodik, die teilnehmende Städte durch partizipative Prozesse führt, die ehrgeizige Ziele in umsetzbare und kontextsensitive Strategien verwandeln.
Europäische Städte stehen vor der doppelten Herausforderung, die Ziele des Klimaschutzes zu erreichen und gleichzeitig die städtische Widerstandsfähigkeit zu fördern und einen gerechten Übergang für alle sicherzustellen. Dieses Projekt adressierte diese Herausforderung, indem es die städtischen Interessenvertreter-ihre Bedürfnisse, Ideen und lokales Wissen- in den Kern des Prozesses stellte.
TSPA entwickelte eine flexible und replizierbare Methodik, die auf Systemdenken und städtebaulicher Praxis basiert. Dieser Ansatz ermöglichte es den Städten, zukünftige Visionen gemeinsam zu gestalten und sie in kontextspezifische, umsetzbare Strategien umzusetzen.
Zur Unterstützung der Kommunen haben wir eng mit den Projektpartnern zusammengearbeitet, um ein umfassendes Co-Design-Toolkit zu erstellen. Das Toolkit enthält eine schrittweise Anleitung und eine Reihe von Workshop-Vorlagen, die auf eine Vielzahl von Engagement-Formaten zugeschnitten sind. Es soll dazu beitragen, dass die Stadtverwaltungen einen inklusiven und produktiven Dialog zwischen öffentlichen Beamten, Unternehmen, der Zivilgesellschaft und den Bewohnern über Klimaschutzmaßnahmen und eine gemeinsame städtische Zukunft ermöglichen.
Um die kommunalen Kapazitäten der teilnehmenden Städte weiter zu stärken, führte unser Team eine Reihe von gezielten Aktivitäten durch, die das Verständnis fördern, die Zusammenarbeit fördern und das städtische Personal mit praktischen Werkzeugen ausstatten. Diese iterativen, praktischen Konsultationen umfassten Sitzungen zum Kapazitätsaufbau und Konsultationen zur weiteren Anpassung des Prozesses an die spezifischen Bedürfnisse der Pilotstadt.
Durch die Integration dieser Prozesse konnten die Städte eine gemeinsame Verantwortung für ihre Klimaziele aufbauen und fundierte Entscheidungen treffen, die Kompromisse auf dem Weg zu Klimaneutralität und Widerstandsfähigkeit ausbalancieren.
Wichtigsten Erkenntnisse
Mit dem Ende der dreijährigen Laufzeit von EU 2030 sind die Städte nun am Ziel, die Umsetzung ihrer Prototypprojekte abgeschlossen und damit begonnen, Leitlinien für die künftige UP-Skalierung zu formulieren. Und obwohl die Co-Visioning- und Pathway-Entwicklungsphase nur eine der vier Projektphasen war, legte sie eine starke Grundlage für die Pilotdurchführung. Dieser Prozess ermöglichte es den Städten, sich auf gemeinsame Ziele für Klimaneutralität, Widerstandsfähigkeit und einen gerechten Übergang auszurichten und gleichzeitig ein kollektives Verständnis dafür zu fördern, was diese Ziele in jedem städtischen Kontext bedeuten.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Arbeit ist, dass Klimaschutzmaßnahmen nicht allein durch Top-down-Strategien oder technische Instrumente gesteuert werden können. Es muss auf partizipativen Prozessen basieren. Der Co-Design-Prozess eröffnete Raum für einen inklusiven Dialog und half, die Eigenverantwortung der Stakeholder zu stärken. Gleichzeitig zeigte es die Komplexität der Diskussion über Klimaresilienz und CO2-Neutralität mit verschiedenen Interessengruppen auf, von jungen Menschen bis zu älteren Menschen, von lokalen Lehrern bis zu technischen Experten.
Obwohl herausfordernd, erwiesen sich diese Dialoge als unentbehrlich. Sie schärften das Bewusstsein, klärten die Prioritäten und schufen eine gemeinsame Sprache in verschiedenen Gemeinschaften. Wir glauben, dass dieses gemeinsame Verständnis der wahre Katalysator für einen transformativen Wandel ist. Von hier aus können die Städte sinnvolle nächste Schritte unternehmen, um ihre Visionen zu operationalisieren und ihre Klimaziele zu erreichen.
UP2030 bietet ein neues Modell für den städtischen Wandel, das das Wissen, die Handlungsfähigkeit und die Bestrebungen der Städte und ihrer Menschen in den Mittelpunkt stellt.